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Von Fesseln und Stromtelefonen

Heute habe ich Zeitung gelesen. Da werden doch jetzt in Münster 18 Militärausbilder angeklagt, weil sie ihre Auszubildenden gefesselt und misshandelt haben. Ich weiß ja, dass im Münsterland nicht viel los ist, aber muss das denn sein? Gibt es nicht schon genug Gewalt in der Welt? Sollen die sich halt in den Irak versetzen lassen, wenn ihnen das Münsterland zu langweilig ist. Jetzt wo die Beziehungen zum amerikanischen Bruder wieder verbessert sind, kann Angie da bestimmt was machen. Das mit dem Kurnaz hat sie ja auch hingekriegt.

Angeblich haben sie ihre Auszubildenden sogar mit Feldtelefonen unter Strom gesetzt. Man muss sich das mal vorstellen. Obwohl, das mit den Stromtelefonen finde ich ja nun wieder ganz gut! Jetzt wo wir keine deutschen Autos mehr kaufen können – vielleicht sind Stromtelefone die neue deutsche industrielle Hoffnung? Man muss sich das mal überlegen, was da an Potenzial drinsteckt: Also wenn z.B. ein Mensch auf einem Segelboot in Not gerät und das Funkgerät nicht funktioniert aber sein Stromhandy funktioniert, dann könnte er einfach nur einen Lampenaufsatz drauf schrauben und Morsezeichen geben. Oder aber z.B. wenn eine Frau nachts von einem Unhold überfallen wird. Dann könnte sie ihm mit ihrem Stromtelefon elektrische Schläge versetzen und sich aus dem Staub machen. Endlich ist sie da: die Innovationsoffensive. Schade nur, das Siemens weg ist von den Handys.

Aber Fortschritt ist ja nun auch nicht immer gut. In der Zeitung stand nämlich auch, dass Deutschland die kriminelle Hauptstadt Europas ist. Natürlich nur virtuell, also in Sachen Internetgemeinheiten. Phishing und Spamming und so. Angeblich kommen aus Deutschland 32% der Phishing-Websites. Damit sind wir Nummer 1 in Europa und sogar Nummer 2 in der Welt. Wir sind wieder wer! Da brauchen wir gar keine Innovationsoffensive. Da sind wir ja schon ganz vorne mit dabei. Traurig ist das aber schon. Ein Volk von Kriminellen und das nach noch nicht mal zwei Jahren große Koalition. Schon verlottern die Sitten. Man weiß ja auch nicht mehr wo links und rechts ist. Da verliert man halt die Orientierung und dann kommt Internet-Kriminalität dabei raus.

Vielleicht sollte man die Lumpen alle nach Coesfeld schicken. Da gehört Fesseln und Stromtelefonie schließlich zu üblichen Praxis. Sagt zumindest der Kompaniechef und der wird’s ja wissen.

Schön ist das alles nicht.

Eure Doris

21.3.07 15:59, kommentieren

Von Kuhfürzen und anderen Sauereien

Jetzt debatieren alle über das Klima: Der Januar und Februar waren zu warm, der März ist zu kalt. Also ich weiß nicht, was die haben, wenn der April auch zu kalt wird, dann gibt es einen neutralen Durchschnitt. Und überhaupt, als hätten wir das alles nicht schon mal gehabt! Das Klima hat sich schon immer gewandelt, hat zumindest mein Erdkundelehrer gesagt. Wenn nicht, dann hätten wir heute noch Eiszeit – und zwar nicht nur in der Beziehung.

Klimawandel kann auch was Gutes sein. Und der Mensch hat schließlich alles überstanden. Das hat er mit den Ratten gemeinsam. Okay, er sieht heute ein bißchen anders aus – als die Ratten sowieso, aber auch als zur Eiszeit. Das ist auch gut so. Wer will heute schon aussehen wie ein Neandertaler! Obwohl, das gäbe voll den Boom für die Enthaarungsmittel-Industrie. Ich brauch‘ das wirklich nicht, aussehen wie ein Neandertaler. Aber mal ehrlich. Das ist doch eher eine Ego- als eine Existenzfrage, oder?

Was ich ja sehr befremdlich finde, ist die Diskussion was schlimmer ist: die Fabriken, der Porsche Boxter oder Kuhfürze. Also ich will keinen einen Kuhfurz in meinem Wohnzimmer haben. Dann schon lieber Klimawandel, das ist mal sicher. So ein Kuhfurz der stinkt ja nicht einfach nur! Greift auch Herz und Lungen an und so ein Kuhfurz in der Wohnung, der macht auch einsam. So eine Kuh hat ja sieben Mägen – Minimum. Das muss man wissen, um die Gefahr zu verstehen, die von so einem Furz ausgeht.

Wenn jetzt so ein Furz im ersten Magen entsteht, dann wandert er quasi von einem Magen zum Nächsten und immer so weiter. In jedem Magen wird er mit was angereichert – was da eben gerade so verdaut wird. Also im ersten Magen ist das zum Beispiel das Gras das die Kuh gerade gefressen hat. Im zweiten Magen ist das vielleicht Wasser und im dritten Magen eventuell Holunderbeeren vom Strauch auf der Nachbarwiese. Wer weiß was alles in den anderen Mägen so ist? Also alleine ein Furz aus den ersten drei Mägen reicht dann schon um Dich ganz besoffen zu machen. Ich will hier keine Ängste schüren. Extrem gefährlich ist so ein Kuhfurz natürlich nur, wenn er einen voll am Kopf trifft!

Also Leute: Kopf weg von den Kuhhintern. Das ist sowieso nicht sehr höflich. Dann klappt‘s auch mit dem Klimawandel.

Dennoch: Schön ist das alles nicht.

Eure Doris

28.3.07 16:00, kommentieren



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